Eugene Delacroix's Werke

Thematische Schwerpunkte

Donnerstag, April 29th, 2010

Nicht nur stilistisch, auch thematisch steht Delacroix in der Tradition Michelangelos. Vergleicht man etwa Michelangelos; Das jüngste Gericht, mit Delacroix`s; Das Massaker von Chios, oder sein; Der Tod des Sardanapalus, fällt die terribilitas, die tragische Vision des Dargestellten auf.
Wahrscheinlich verbindet Delacroix mit Michelangelo eine melancholische Disposition. Delacroix dramatisiert die Abgründe jedoch noch weiter. Die Bilder zeigen eine Fülle des Grauens: Einsamkeit, Furcht und Verzweiflung, Feuer und Rauch machen Städte erdbodengleich, vergewaltigte Frauen, aufgeschlitzte Kehlen, von Pferden erdrückte Kinder.

Jenseits der Hoffnung auf Erlösung ist alles von der radikalen Verworfenheit des menschlichen Geschlechts durchdrungen. Kein Wunder, dass seine alljährlich im Pariser Salon ausgestellten Gemälde das Publikum oft mit der Massivität der gewählten Sujets schockierte.

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Kunsthistorische Einordnung

Donnerstag, April 29th, 2010

Delacroix konnte nur arbeiten, wenn seine innere Erregung ihn zum Schöpfer machte. Nicht nur diese Voraussetzung machte ihn zum Romantiker, auch sein Umgang mit posierenden Modellen erinnern an eine romantische Arbeitsmanier: er malte nicht vor dem Modell. Es wurde schnell skizziert und verabschiedet.

Für Delacroix entsteht das Gemälde im Kopf des Künstlers: „Ich weiss mein Bild auswendig, bevor ich es male“. So sehr er ein Romantiker war, so wenig wollte er den Anschein eines Schwarmgeistes erwecken. Er bemühte sich um ein kühles Äusseres, das die innere Erregung verbarg. Das ist ihm insofern gelungen, als er im Gegensatz zu seiner üblichen Wirkung, während seiner Arbeit für Aussenstehende einen überraschend „unmayestätischen“, „unfeierlichen“, geist- und leblosen Eindruck machte.

Arbeitsweise

Donnerstag, April 29th, 2010

Delacroix konnte nur arbeiten, wenn seine innere Erregung ihn zum Schöpfer machte. Nicht nur diese Voraussetzung machte ihn zum Romantiker, auch sein Umgang mit posierenden Modellen erinnern an eine romantische Arbeitsmanier: er malte nicht vor dem Modell. Es wurde schnell skizziert und verabschiedet. Für Delacroix entsteht das Gemälde im Kopf des Künstlers: „Ich weiss mein Bild auswendig, bevor ich es male“. So sehr er ein Romantiker war, so wenig wollte er den Anschein eines Schwarmgeistes erwecken. Er bemühte sich um ein kühles Äusseres, das die innere Erregung verbarg. Das ist ihm insofern gelungen, als er im Gegensatz zu seiner üblichen Wirkung, während seiner Arbeit für Aussenstehende einen überraschend „unmayestätischen“, „unfeierlichen“, geist- und leblosen Eindruck machte.